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3-Wege-Lautsprechersystem mit Horn und Dipol.

Die Trohnwall !

 

Erst die Klipsch Cornwall dann die Klonwall (Klang&Ton) und jetzt die Trohnwall mit Doppeldipol Bestückung, das Herz dieses Lautsprechers ist der Monacor KU-516. Hier also ein Dreiwegkonzept, bei mir mit Doppeldipol Bestückung, und mit großem Mitteltonhorn, ähnlich wie in der EV Sentry 3, das kann schon ab 500 Hz den Treiber unterstützen. Das ist natürlich recht breit und nur schwer in eine offene Schallwand einzubauen, wenn der  WAF-Faktor nicht bei 0 liegen soll. Meine Wahl fiel auf das P-Audio PH-305, das sogar ab 400 Hz loslegen kann und so reichlich Spielraum lässt.

Los gehts !

Zum Einsatz für das 3-Wege-Horn-Dipol-Lautsprechersystem kommt hier der Monacor Mitteltontreiber KU-516 mit P-Audio PH-305 Horn, zwei Celestion TF-1525 Tieftöner und ein Celestion CDX-1 Hochtonhorn.

3-wege-dipol Simulation Weiche00

Eine erste Simulation und anschließender Aufbau war klanglich nicht sehr erfolgreich.

3-wege-Monacor Ku-516 Speaker

Ich habe die Frequenzweiche dann "zu Fuß" entwickelt (also, hören, Bauteil wechsel, hören, usw.) und noch mal simuliert, jetzt klingt es schon recht ordentlich.

3-wege-dipol zu Fuß Weich

Dabei hat sich mal wieder gezeigt, dass sich eine Reduzierung der Bauteile klanglich auswirkt (es kommt mehr Musik aus den Lautsprechern !). Simulationen sind gut und schön, verführen aber leicht zum Zukleistern der Frequenzweiche mit Bauteilen, damit der Frequenzgang schön aussieht.

 

Monacor KU-516-Lautsprecher-Aufbau

Die Schallwand wurde schon mal gesägt und die Lautsprecher eingebaut, jetzt muss "nur" noch die Weiche her.

3-Wege Doppel diopl Hor Speaker Hinten

Jetzt beginnt das endgültige Entwickeln am lebenden Objekt, hier zeigt sich, dass es schon sehr ordentlich klingt. Es gibt aber noch den ein oder anderen Ton, der mir nicht so gefällt, also weiter hören und hier und da kleine Veränderungen vornehmen.

3-wege-Monacor Ku-516 Speaker Test

Die Musik wird jetzt schon sehr direkt (also Horn-Typisch) wiedergegeben, es erinnert mich an Altec Lautsprecher. Der Bass kommt Dipol typisch aus dem Nichts, nicht übertrieben, aber für mich völlig ausreichend. Gleichzeitig gibt es diese wunderbare Räumlichkeit durch die Dipol-Lautsprecher. Hier zeigt sich, dass eine Kombination aus zwei Welten eine neue Welt aufmachen kann.

Jetzt geht es erstmal mit Feintuning an der Frequenzweiche weiter.
 

3-wege-Monacor Ku-516 Lautsprecher fertig

Aus dem Feintuning wurde erstmal nichts, ich habe die komplette Hochtonfrequenzweiche geändert, es geht also weiter . . .
 

Frequenzweiche Monacor KU-516 Dipol Horn

Die Frequenzweichen sind fertig, es ist erschreckend, was die Bauteile mittlerweile kosten ( 550,- Euro,  Stand 02/25 ). Ich verwende hauptsächlich Mundorf EVO Öl Kondensatoren im Signalweg sowie Kupferbandspulen und teilweise Mundorf MResist Supreme (vor dem Hochtöner), hier schlägt ein Widerstand mit 22,- Euro zu Buche, es lohnt sich aber. Bei der Verdrahtung kam Western Electric Wire zum Einsatz (leider auch noch kaum zubekommen und zu bezahlen). Die beiden Sperrkreise sind preislich etwas günstiger ausgelegt, aber natürlich wie immer nicht mit irgendwelchen Schrottbauteilen bestückt wie in 15.000 oder 25.000,- Euro High End Lautsprechern. Wir wollen ja einen noch bezahlbaren Lautsprecher bauen, der am oberen Ende spielt und vor allem einen, aus dem noch Musik herauskommt, also keinen toten, langweiligen, unbezahlbaren High End Testsieger. Jetzt müssen die Frequenzweichen noch verbaut werden und es muss ein endgültiger Hörtest zeigen, wie gut der Lautsprecher nun wirklich ist.

3-wege-Monacor KU-516-Frequenzweiche

Der Lautsprecher wurde komplett mit Western Electric 16GA verkabelt.

Die Frequenzweichen sind verbaut, jetzt kann der endgültige Hörteste starten.

3-wege-Horn-Doppel-Dipol-Monacor KU-516 Test

Ich bin erstaunt, wie gut sich der 50,- Euro Mitteltontreiber DU- 516 von Monacor macht. Der Lautsprecher klingt Altec ähnlich, sehr direkt und klar sowie sehr räumlich, der Bass kommt aus dem Nichts und ist völlig ausreichend. Nur meine Electro Voice Sentry 3 kann diesem Lautsprecher vielleicht noch was entgegensetzen (mehr auf meiner Seite "Box vs. Box").
 

Bypass Kondensator 3 wege Dipol

Durch die Verwendung eines Bypass-Kondensators zum Sperrkreis des Mitteltöners wurden die Mitten nochmal etwas feiner, gerade soviel, dass sich der Charakter des Lautsprechers nicht weiter ändert. So spielt er noch mehr in der Liga meiner EV Sentry 3.

Ich kann mir vorstellen, dass diese 3-Wege-Horn-Doppel-Dipol-Kombination für einige das Ende ihrer Suche bedeuten könnte !

3-Wege-Horn-Doppel-Dipol Lautsprecher mit Subwoofer Unterstützung.

Wenn einem der  Tiefbass fehlt, kann man natürlich noch einen Subwoofer dazustellen, mit dem Doppel 18 Zoll Electro Voice Dipol Subwoofer kommt da schon richtig Freude auf.

Doppel 18 Zoll EV Dipol Subwoofer 3-Wege Dipol
3 wege Horn Dipol Subwoofer

Richtig gut wird es dann, mit meinem Doppel 21 Zoll Dipol Subwoofer (mit Crown XTI Unterstützung) dann wird aus diesem schon sehr, sehr guten Lautsprecher ein Überflieger. Jetzt muss man keine Angst mehr haben, auch nicht vor noch so großen und überteuerten High End Testsiegern.

Hier jetzt noch mal die Simulation der endgültigen Frequenzweiche.

Fertige Frequnzweiche
3-Wege Dipol Horn Monacor KU-516 Frquenzgang

Und die Messung im Wohnzimmer auf Hörposition.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie nah die Messung (selbst im normalen Raum) an der Simulation liegt und wie wenig sie mit dem Klang zu tun hat. Würde man jetzt den Frequenzgang mit Sperrkreisen und Saugkreisen glattbügeln, würde die Spielfreude komplett auf der Strecke bleiben (habe ich alles schon ausprobiert), also lieber die Weich mit wenigen aber hochwertigen Bauteilen bestücken.

Ich habe mich trotz der hohen Preise für Bauteile dazu entschlossen, noch mal bessere Spulen für den Sperrkreis des Mitteltonhorns zu kaufen (90,- Euro für 2 Spulen, Stand 03/2025) und auch bessere Widerstände von Mundorf, die auch nicht billig sind (Zähneknirschend).

Mundorf vs. Intertechnik Spule

Erstmal habe ich nur die bessere Kupferfolienspule angeschlossen und mit der "normalen" verglichen, was soll ich sagen, die Mundorf Kupferfolienspule entzieht der Musik ein bisschen die Schärfe, alles wird alles etwas feiner. Bei einem Lautsprecher, der so gut spielt, lohnt sich auch dieser Aufwand, als Nächstes kommen noch die besseren Widerstände dazu.

Der Sperrkreis aus Mundorf Komponenten ist fertig, ich habe jetzt auch noch einen Mundorf EVO ÖL gekauft. Klanglich legt der Mitteltonbereich noch mal zu. Jetzt kommt noch mehr Schmelz aus dem Momacor KU-516 Horn heraus, gerade Frauenstimmen profitieren von diesem Schmelz. Erstaunlich ist, dass ich jetzt auf den Vorwiderstand vor dem Hochtonhorn verzichten konnte. Es hat sich gezeigt, dass der Canton MKP Kondensator die Stimmen so dünn gemacht hat, dass ich mit einem leiseren Hochtöner dagegen gesteuert habe. Das braucht man jetzt nicht mehr. Man sieht einmal mehr, was hochwertige Weicheinbauteile ausmachen, selbst wenn sie nur im Sperrkreis sitzen und sich das Signal ja da auf die 3 Bauteile aufteilt. Der Lautsprecher spielt jetzt noch näher, oder sogar über meiner EV Sentry 3 !

Mundorf Sperrkreis
Mundorf Canton Sperrkreis

Links im Bild der neue Sperrkreis, rechts im Bild der alte mit Canton MKP Kondensator.

Es zeigt sich immer mehr, dass der Lautsprecher seinen Namen "Thronwall" verdient hat.

Jetzt wird erstmal Musik genossen, dann gibt es noch mal einen zweiten Hörtest gegen die EV Sentry 3, ich bin gespannt.

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