
Lii Audio Fast 15
Lii Audio Fast 15 ist ein 38‑cm-Breitbänder, also noch mal größer als der Lii Audio F-12. Auf der Homepage steht: Sein Zweck ist klar, die natürliche Klangfülle, Effizienz und Direktheit eines großen Breitbandlautsprechers zu bewahren und gleichzeitig ein präsenteres Klangbild, einen volleren Klangkörper und eine verbesserte musikalische Artikulation zu bieten. Der Fast-15 wurde für Hörer entwickelt, die einen größeren, offeneren und ausdrucksstärkeren Klang ohne die Komplexität von Mehrwege-Frequenzweichen wünschen.
Na, dann wollen wir mal schauen, ob das stimmt.
Technische Spezifikationen
Modell: Fast-15
Typ: 15-Zoll-Breitbandlautsprecher
Nennimpedanz: 8 Ohm
Belastbarkeit: 40–80 W
Frequenzgang: fo – 18 kHz
Fs: 36,5 Hz
Sd: 245,703 cm²
Qms: 7.583
Qes: 0,324
Qts: 0,528
Magnet: Y47
Schalldruckpegel: 97,1 dB / 2,83 V / 1 m
Kegelmaterial: Mischzellstoff
Gewicht: 12 kg


Der Frequenzgang laut Lii Audio.
Ein erster Hörtest mit dem eingespielten Lii Fast 15 zeigt ein für mich etwas anstrengendes Hörerlebnis. Irgendwas in den Höhen gefällt meinen Ohren nicht. Also erstmal messen.

Frequenzgang im Raum gemessen.
Man sieht, dass es eine ganz schöne Spitze bei 5,3 kHz gibt. Das ist es wohl, was meinen Ohren etwas stört.

Erste Simulation des Lii Audio Fast 15 mit zwei Sperrkreisen und einem Saugkreis. Das muss aber nicht heißen das das auch gut klingt ! Das merken wir dann erstmal beim hören.

Ich habe die simulierte Frequenzweiche nachgebaut und siehe da, es ist nicht wirklich besser geworden. Auf dem Papier vielleicht, aber für die Ohren nicht. Also mal wieder alles "zu Fuß" nach und nach ausprobieren. Nach einer Weile hört es sich schon besser an, nicht mehr so vorlaut, aber immer noch sehr direkt und offen. Jetzt erstmal den Ohren Ruhe gönnen, morgen geht es dann weiter.

Ich habe vor dem Sperrkreis und Saugkreis noch mal eine 6dB Frequenzweiche geschaltet. Sieht gut aus, tötet aber die Spielfreude des Lii Audio Fast 15, also wieder weg damit.

Mit einem Sperrkreis und einem Saugkreis und dann den Lii Fast 15 nach außen drehen (60 Grad), dann klingt es am besten. Es ist nicht mehr schrill, sondern angenehm und hochauflösend.

Ich weiß nicht, ob man das auf dem Bild so gut erkennen kann, der Lii F-12 ist auf den Hörer gerichtet, während der Fast 15 nach außen gedreht ist. So aufgestellt und mit Sperrkreis und Saugkreis versehen, hat der Lii F-12 keine Chance gegen seinen großen Bruder.

Der Sperrkreis und der Saugkreis für die beiden Lii Audio Fast 15 sind erstmal fertig gelötet.

So misst es sich am Hörplatz. Wie immer soll das nur ein Anhaltspunkt sein, er klingt wunderbar frisch und gut auflösend.

Oder doch noch einen 12‑Zoll-Midbass mit dazunehmen ?
Bei Kleinanzeigen bin ich über einen günstigen (das Paar mit Versand für 95 Euro, stand 10/26) Basslautsprecher gestolpert. Den REDCATT 154FIND 8Ω Mid Bass, Resonance 38 Hz, Q factor 0.40, Sensitivity 95,1 dB, lineare Auslenkung ± 4,5 mm, Programmleistung 1000 W. Das hört sich nicht schlecht an. Ich wollte mal sehen, ob sich damit die unteren Mitten und natürlich der Bass auffüllen lassen.
Mal sehen, ob das was wird.

Die schwarze Linie ist der RedCat Midbass, die lila Linie ist der Lii Fast 15.
Hier der RedCat 154Find Midbass zusammen mit dem Lii Audio Fast 15. Vor den RedCat Midbass habe ich eine 12‑dB-Weiche geschaltet, bestehend aus 15‑mH-Spule und 18 µF MKP. Das hört sich schon mal gut an. Es gibt mehr Bass und Grundton, allerdings wirken Stimmen nicht mehr so "sauber".

Als Nächstes habe ich den Lii Fast 15 meinen doppelten 21‑Zoll-Dipol Subwoofer zur Seite gestellt. Die Übertragungsfrequenz habe ich auf 85 Hz eingestellt. Jetzt wird es wieder etwas frischer im unteren Mitteltonbereich und allgemein etwas klarer. Ich habe dann mal meine EV Sentry 3 als Vergleichslautsprecher genommen. Ein erstes Hören hinterließ den Eindruck, dass der Lii Fast 15 auf einem ähnlichen Niveau spielt. Das kann doch nicht sein, ich werde den Lii Fast 15 jetzt erstmal auf in einer Schallwand montieren und dann wird noch mal richtig verglichen.

Die Lii Fast 15 wurden jetzt auf eine Schallwand montiert und der vorläufige Sperrkreis (da wird noch eine Wachspule die Mundorf Luftspule ersetzen) mit Caddock Widerständen (mehr Auflösung als normale Metallfilmwiderstände) verbaut. Der Saugkreis bleibt erstmal, wie er ist.

Ein erster Hörtest mit den fertigen Dipollautsprechern zeigt ein sehr schönes Klangbild. Ich muss feststellen, dass der Bass im offenen Raum mehr ist als vorher, als Lii Fast 15 auf der Sentry 3 stand. Mal sehen, es kommt noch ein ausgiebiger Hörtest mit 12‑Zoll-Dipol-Subwoofer gegen die Sentry 3.
Ich bin gespannt !

Nachdem die Lii Audio Fast 15 jetzt fertig sind, durften sie erneut gegen die EV Sentry antreten. Der erste Höreindruck hat sich hier auch bestätigt, die Lii können mit Saugkreis und Sperrkreis ausgerüstet und Dipol-Subwoofer-Unterstützung auf dem Niveau der Sentry 3 mitspielen.
Einen ausführlicheren Test gibt es auf meiner Seite "Box vs. Box".